
Am Ball bleiben
Gute Vorsätze gehören zum neuen Jahr wie Vanillekipferl zu Weihnachten. Beides ist oft nicht lange vorrätig: Doch ebenso schnell wie die leckeren Vanillekipferl verspeist werden, vergessen wir meist auch unsere guten Vorsätze. Schon in der ersten Januarwoche scheitern wir oft kläglich. Es vergeht Woche um Woche ohne dass wir unserem Ziel näher kommen … zwei Monate, ein Quartal – und mit fortschreitendem Jahresverlauf erinnern wir uns immer weniger an unsere Absichten und Pläne.
Eine Umfrage des Instituts für Souveränität aus Ratingen (
www.souveränität.com) zeigt die thematische Priorität fünf unterschiedlicher Vorsätze – Mehrfachnennungen waren möglich – für 2012:
So wollen fast drei Viertel der Teilnehmer stärker auf ihre „Gesundheit achten“. Gefolgt mit knapp der Hälfte, die „Werte leben“ als Vorsatz für dieses Jahr nannten. Mit etwas mehr als 30 Prozent kamen „Verantwortung tragen“ sowie „Karriere starten“ auf Platz drei. Und immerhin ein Viertel will sich „sozial engagieren“.
„Gute Vorsätze sind wichtig und in erster Linie ein commitment mit sich selbst. Doch manchmal nehmen wir uns einfach zu viel vor“, weiß Theo Bergauer vom Institut für Souveränität, „In unserer Konsumgesellschaft ist es Trend, immer mehr zu wollen. Dabei wäre es durchaus sinnvoll, lieber etwas weniger zu machen. Diese Bescheidenheit hilft auch hier, also vielleicht lieber nur einen oder zwei Vorsätze, dann können wir bei diesen leichter am Ball bleiben.“ Noch stehen wir am Anfang dieses Jahres. Die Wochen und Monate, die vor uns liegen, bieten uns Zeit und Raum, unsere Absichten Wirklichkeit werden zu lassen. Leichter gelingt dies mit folgenden drei Tipps:
1. Vorstellen
Durch Aufschreiben und daran denken, also regelmäßiges wiederholen wird unser Unterbewusstsein aktiviert. Doch positive Vorstellungskraft alleine reicht nicht aus. Arbeiten Sie konkret an Ihren Vorsätzen, teilen Sie große Ziele in kleinere Etappen auf und rufen Sie sich immer wieder ins Gedächtnis: Was genau habe ich mir vorgenommen? Wo stehe ich gerade auf meinem Weg? Wie muss ich mich ausrichten, um möglichst effektiv und effizient meinen Vorsatz einzuhalten?
2. Fokussieren
Um Vorsätze zu verwirklichen hilft es, wenn wir unsere Kräfte bündeln, uns – wie mit einem Brennglas – auf das Wesentliche konzentrieren. Was will ich erreichen? Unser Vorsatz ist unser persönliches Navigationssystem, das uns führt und leitet, die Gesamtstrecke in Etappen einteilt, vor Staus warnt und uns manchmal auf Ausweichrouten führt – bis wir unser Ziel erreicht haben.
3. Durchhalten
Manchmal gehen wir unsere Vorsätze ja noch voller Elan an, bewegen uns täglich, arbeiten an unserem Ziel. In dieser Hochphase läuft alles bestens und wir haben das Gefühl, niemand kann uns bremsen. Doch was passiert, wenn es nicht mehr so schnell nach oben oder sogar wieder ein Stückchen nach unten geht? Dann heißt es, Durchhaltevermögen zu zeigen. Es bedarf schon einiger Willenskraft, sich Vorsätze immer wieder bewusst zu machen und regelmäßig daran zu arbeiten.